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Schicksale von Nicht-FCI (VDH/ÖKV/SKG) gezogenen Hunden Traurige Schicksale von Hunden unserer Mitglieder. Jedes erzählte Schicksal kann der Aufklärung dienen!


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Alt 24.06.2008   #1
Dummyteam

 
Benutzerbild von Kerstin1
 
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Frage Pflegehund???

Wäre mal an Eurer Meinung interessiert oder hat jemand Erfahrungen?
Ich spiele mit dem Gedanken, auch mal einen Pflegehund bis zu seiner Vermittlung aufzunehmen, ihm in der Zeit einiges an Erziehung, bzw. Sozialisierung angedeihen zu lassen, damit er es hinterher einfacher hat.
Ich möchte einfach mal Hunden mit weniger Glück etwas davon zurückgeben, was unsere Hunde mir und meiner Familie geben.
Nun habe ich aber drei Kinder, der Jüngste ist 3 Jahre alt und zwei Labbis, mit denen ich auch arbeite (Dummy- /Jagdhundeausbildung). Meint Ihr, daß es zu früh, bzw. zuviel ist, jetzt einen Pflegehund zu nehmen? Es gibt sie ja leider, die Labradore in Not (www.retriever-in-not.de). Irgendwie habe ich das Bedürfnis, das Leben solcher Hunde mit unglücklichem Schicksal zu verbessern. Hat jemand Erfahrungen damit, und weiß vielleicht auch, wie dann so eine Vermittlung läuft oder wie lange Pflegehunde i.d.R. in der Pflegefamilie bleiben? Oder ob / wie man Hilfe bekommt, wenn es mit den eigenen Hunden oder Familienmitgliedern nicht so klappt?
__________________
Gruß, Kerstin
Kerstin1 ist offline  
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Alt 24.06.2008   #2
Dummywerfer
 
Benutzerbild von Summer
 
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Hallo Kerstin,

Grundsätzlich eine tolle Idee !
Aber über einige Dinge solltest Du Dir im Klaren sein. Viele der Tierschutzhunde haben Schlimmes hinter sich, von daher kann es sehr Zeit-und Nervenintensiv werden. Besonders, wenn man einen sehr ängstlichen Pflegehund bekommt. Und Dein jüngstes Kind ist natürlich noch sehr jung.
Ich war Pflegestelle für eine griechische Tierschutzorganisation. Unser erster Pflegehund war ein dreijähriger großer Mischlingsrüde,angeblich nur lieb! Aber innerhalb unserer Familie wurde er von Tag zu Tag dominanter, hat mehrfach versucht unsere damals 5jährige Tochter zu beißen.Das ging gar nicht; so viele Augen und Ohren kann man nicht haben. Er hat eine sehr gute andere Pflegestelle gefunden; ohne Kinder. Von da an hatte ich nur Welpen zur Pflege. Welpen sind in der Regel sehr schnell vermittelt, Gott sei Dank, bevor man sie zu sehr ins Herz geschlossen hat. Schwer war es trotzdem jedesmal, aber auch wiederum schön, wenn man die passende Familie gefunden hatte. Bei uns war es so, dass es meine Entscheidung war ,an wen der Welpe vermittelt wurde (bei anderen Tierschutzorgas nicht unbedingt üblich, dass das von der Pflegestelle entschieden wird). Die meisten Welpen hatten noch nichts Schlimmes erlebt, außer einem, der dann auch ein halbes Jahr bei uns war.Ihm wurde wohl in ganz jungem Welpenalter die Rute abgeschlagen. Er hatte totale Panik vor Männern und Kindern! Es hat Wochen gedauert, bis mein Mann überhaupt an ihm vorbei gehen konnte, und weitere Wochen, bis er ihn mal streicheln durfte. Aber es auch sooo stolz gemacht, als er immer mehr Vertrauen zu Menschen gefaßt hat. Aber man braucht unendlich viel Geduld, Nerven und Zeit für solch einen Problemhund. Aber gerade ihn hatten wir besonders ins Herz geschlossen.
In der Regel hast Du bei einer Tierschutzorga immer einen Ansprechpartner, egal was für Probleme aufteten. Bei uns war es ein tolles Team; es wurde untereinander immer geholfen, wenn Not am Mann (Hund) war. Kostentechnisch sah es übrigens so aus, dass die Pfegestelle die Futterkosten trägt, Tierarztkosten allerdings der Verein. Versichert haben wir die Hunde über uns; bei vielen Orgas ist es aber so, dass der Pflegehund über den Verein versichert ist.

Ich bin gespannt, wie Du Dich entscheidest; hoffe, Du läßt uns daran teilhaben?!

Liebe Grüß
Sylvia
Summer ist offline  
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Alt 24.06.2008   #3
Dummyteam

 
Benutzerbild von Kerstin1
 
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Ganz herzlichen Dank für Deine Antwort! Klar lasse ich Euch daran teilhaben, wenn es soweit ist, werd´mich mal ein bißchen bei verschiedenen Tierschutzorganisationen umhören!
Nochmal Danke!
__________________
Gruß, Kerstin
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Alt 25.06.2008   #4
Dummytrainer
 
Benutzerbild von Frau Flausch
 
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Hallo Kerstin,

ich finde es klasse, dass du helfen möchtest! Vielen Dank dafür. Es gibt ja leider sehr viele Retriever, die in Not sind und unsere Hilfe brauchen.

Bisher haben wir noch keinen Pflegehund, aber sobald wir unser Haus gebaut und einen eigenen Garten habe, wird auch einer bei uns einziehen!
Die Tagebücher zu lesen lässt immer wieder mein Herz aufgehen. Obwohl sie oftmals so viel Leid erlebt haben, sind diese tollen Hunde nach einer kürzeren oder längeren Zeit immer wieder bereit dem Menschen zu vertrauen und entdecken erstmal wie schön das Leben sein kann. Das ist mit Sicherheit eine sehr bereichernde Erfahrung einen Hund dabei zu begleiten.

Ich würde dir raten, dich erstmal beim Verein deiner Wahl ein bißchen umzuschauen. Wie wirkt die Homepage auf dich? Anhand der öffentlichen Tagebücher kannst du auch abschätzen, wie lange die Hunde durchschnittlich in den Pflegestellen bleiben.
Vielleicht versuchst du erstmal anders zu helfen, Mitglied, Spenden, Patenschaft, etc. und liest dich damit sogar im jeweiligen Forum ein bißchen ein. Dann kannst du auch besser abschätzen, was als Pflegestelle auf dich zu kommt. Wie ist der Umgang mit den Pflegestellen? Wie wird auf Probleme reagiert, etc.? So merkst du dann, ob es deinen Vorstellungen entspricht oder nicht.

Neben RiN gibt es ja auch noch andere Tierschutzvereine, die sich speziell um in Not geratene Retriever kümmern. z.B. http://www.retriever-and-friends.de oder Retriever Hilfe Europa wir helfen Retriever in Not oder Retriever-Netzwerk.

Würde mich auch freuen, wenn du weiter berichtest.
Ganz liebe Grüße
Tanja
__________________
Dog is God spelled backwards.
Frau Flausch ist offline  
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Folgender Benutzer sagt Danke zu Frau Flausch für den nützlichen Beitrag:
Alt 26.06.2008   #5
...ganz arg fröhlisch...
 
Benutzerbild von Nestor Patou
 
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Hallo Kerstin,

ich find´s super, dass Du einem Hund den Sprung in ein neues, besseres Leben ermöglichen magst!

Sicher findest Du auch die Orga, die zu Dir passt. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: Lass Dir Zeit, bis Du ein gutes Gefühl bei den Leuten hast und Deine Fragen alle geklärt sind. Stell sicher, dass alle denkbaren Schwierigkeiten besprochen wurden und in einem Pflegevertrag festgehalten werden. Das ist zwar keine Garantie für ein Gelingen, aber besser als mündliche Absprachen. Wichtig ist auch, dass Du einen festen Ansprechpartner hast, der gut für Dich zu erreichen ist.

Dann wünsche ich Dir viel Spaß mit dem Pflegi und eine wunderbare Zeit!
__________________
Schöne Grüße von Anna + Abby + Irma

"Ich trage Dein Herz in meinem Herzen -
und dies ist das Wunder,
das die Sterne umeinander kreisen lässt."
Nestor Patou ist offline  
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Alt 27.06.2008   #6
+ Eli
 
Registriert seit: 20.08.2006

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Hallo Kerstin!

Schön, dass du über so eine Möglichkeit nachdenkst.

Ich denke, das wichtigste ist, dass du dich in dem Verein gut aufgehoben fühlst. Vllt. schaust du dich mal durch die Pflegetagebücher, übernimmst evtl. schon mal eine Patenschaft und schaust dich dann ein bisschen im Forum um, um dann zu entscheiden, ob und in wieweit dir die Arbeit des jeweiligen Vereins zusagt. Vllt. helfen auch Telefonate mit den zuständigen Menschen und letztlich ist es dann natürlich eine rein persönlich/ gefühlte Geschichte, bei wem man sich gut aufgehoben fühlt.

Ich persönlich wäre gerne Pflegestelle, leider geht das im Moment (noch) nicht. Bis dahin helfe ich halt durch eine Fördermitgliedschaft, Fahrkettenbeteiligung und indem ich Werbung auf meinem Auto durch die Gegend fahre. Das ist nicht die Riesenmenge, aber mehr ist nicht drin im Moment und das ist dann auch okay und so zu aktzeptieren. Jeder in den Grenzen seines Möglichen - das sollte oberste Priorität haben, ansonsten ist meiner Meinung nach keine gute TS-Arbeit zu leisten.

Die vier entsprechenden Vereine sind ja weiter oben schon aufgeführt worden. Ich persönlich habe keine persönlichen Erfahrungen mit RiN, bin jedoch durch Zufälle zu R&F gestoßen und fühle mich dort sehr wohl, aufgehoben und mit den Rahmen meiner Möglichkeiten so willkommen und akzeptiert.
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Liebe Grüße, Anna mit Jule + Eli

labrador-jule ist offline  
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Alt 28.06.2008   #7
Dummyteam

 
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Vielen, vielen Dank für Eure guten Ratschläge!
Vielleicht werde ich es erstmal so wie Du machen, Anna, denn mein jüngster Sohn ist ja auch erst 3 Jahre alt. Wahrscheinlich ist es vernünftiger, erst so zu unterstützen wie Du und wenn der Kleine dann etwas älter ist einen Pflegehund in der Familie aufzunehmen. So habe ich auch die Gelegenheit, mich mit den Organisationen vertraut zu machen und zu sehen, wo ich mich am besten aufgehoben fühle.
__________________
Gruß, Kerstin
Kerstin1 ist offline  
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