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#1 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Zur Geschichte des Chessies
Da ich mich gerade selbst ein wenig damit beschäftige und hier ja immer wieder Interesse am Chessie signalisiert wird, möchte ich mal so das Eine oder Andere über die Rasse posten.
Für Ergänzungen und ggf. Korrekturen bin ich dankbar! Im Bild sieht man einen Neufundländer vom herkömmlichen Schlag, wie er vor der Einkreuzung von Bernhardinern u.a. europäischen Hunden um einer größeren Körpermasse willen ausgesehen hat. Diese Hunde dienten der Bevölkerung Neufundlands als Arbeitshunde und wurden u.a. dazu genutzt, Fischernetze und Boote an Land zu ziehen. Das Fell dieser Hunde hatte eine dichte Unterwolle. Nun wissen wir also, wo die Wasser-, Arbeits- und Apportierfreude und das tolle Fell unserer Chessies ihren Ursprung haben (und wo die gelegentlichen weißen Abzeichen herkommen). LG, Holger |
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#2 |
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Dummychampion
Registriert seit: 19.08.2006
Ort: Österreich
Beiträge: 961
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Schöne Idee, Holger. Freu mich schon auf mehr Infos.
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#3 |
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Riesenschnauz-Liebhaberin
Registriert seit: 30.08.2006
Ort: Wesel
Beiträge: 1.103
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Schön weiter machen mit den Info´s....
Finde Chessies sind wunderbare Hunde *träumen darfmanjawohl*, wer weiß was nach Aila bei uns einzieht *grins*.
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#4 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Nun kommt die Chesapeake Bay ins Spiel, die den Hunden ihren Namen gibt. Freilich hießen sie zunächst nicht Retriever sondern Chesapeake Bay Dogs und hatten auch noch andere Namen. Aber zunächst zu der Bucht: Die Bucht ist die größte Flussmündung in den USA und eine der bedeutendsten Naturlandschaften Nordamerikas. Sie ist quasi ein Teil des Atlantiks der von Virginia und Maryland umgeben ist. Der Name Chesepiooc der Bucht stammt von den Algonkin (eine Indianersprache) sprechenden Indianerstämmen und bedeutet Mächtiger Fluss, reich an Fisch mit harter Schale. Noch heute kommen von dort jährlich ca. 45.000 Tonnen Krabben auf den Weltmarkt. Kapitän John Smith erkundete die Bucht als erster Weißer 1608 und empfand sie überwältigt als einen „Siedlungsplatz für Menschen, auf den sich Menschen und Himmel noch nie besser geeinigt“ hätten. Ausmaße: Die Wasseroberfläche der Bucht bedeckt 12.000 km² Das Einzugsgebiet umfasst 165.800 km². Mehr als 150 Flüsse und Bäche münden in die Bucht, die vom Norden bis zum Atlantischen Ozean im Süden 311 km lang ist. Zum Vergleich: Die Fläche Deutschlands beträgt rund 357.000 km². (frei nach Wikipedia) Viele Namen heutiger und auch früherer Chessies gehen auf die Namen von Flüssen, Gegenden, Indianerstämmen usw. im Zusammenhang mit der Bucht zurück. (Hallo Silvia, schönen Gruß an Nayfa, deren Name Nanticoke auf einen Algonkin-sprechenden Indianerstamm zurück geht )LG, Holger |
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#5 |
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Dummychampion
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Hallo Holger,
die Idee gefällt mir, hier mal ein wenig das Wissen quasi zu "poolen". ![]() Das Foto des "ursprünglichen" Neufis.... Sollte wohl nicht nur jedem der einen Chessie näher kennt, sondern ganz besonders den Besitzern heutiger Neufis sehr zu denken geben. Da fragt man sich schon ein wenig, welche heutige Rasse nun der Ursprünglichen ähnlicher scheint. Ich sage bewußt "scheint", da es sich ja hier um eine reine Phänotyp Betrachtung handelt. Nicht nur der Chessie sondern auch die anderen Retriever-Rassen gehen doch meines Wissens nach auf diesen Hund zurück. Da erscheint mir der Chessie ein ganzes Stück "ursprünglicher" als so mancher andere Retriever. Witzig in diesem Zusammenhang ist der Schutztrieb, der dem Chessie und auch dem Curly eigen ist und von vielen Leuten heutzutage als Retriever-untypisch angesehen wird.... . Jetzt muß ich doch mal die Bücher wälzen und nachschauen, wie das beim "Ur-Neufi" aussah. Hatte der auch Schutztrieb? Oder kommt der von der Einkreuzung einer anderen Rasse??? Wie auch immer, der Chessie scheint eine verhältnismäßig "ursprüngliche" Hunderasse zu sein. Das fällt mir auch jedesmal auf, wenn ich einen (oder meine Maus ) laufen sehe und mir dann angucke, wie sich Wölfe oder Wildhunde bewegen....
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Grüßlinge, Sandra |
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#6 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Aber wie kommen nun die Neufundländer und die Chesapeake Bay zusammen?
Im 19. Jahrhundert lebten die weißen Siedler in der Bucht zu einem großen Teil von Fischerei und Jagd. Mit der Entwicklung und dem Wachstum der größeren Städte im Umfeld gab es einen wachsenden Bedarf an leckerem Geflügel. ![]() Und so lebte eine zunehmende Zahl von Marktjägern von der Geflügeljagd und dem Verkauf auf großen Märkten. Diese brauchten wie auch die Fischer der Gegend kräftige, zuverlässige, arbeitsfreudige, genügsame und vor allem äußerst witterungsbeständige Hunde. Von diesen gab es in der Gegend verschiedene Schläge, die sich noch keiner Rasse zuordnen ließen. Um eine Idee von den Jagdgepflogenheiten der professionellen Marktjäger zu bekommen und den Anforderungen an deren Hunde: Teils wurde aus Booten heraus mit kanonenartigen Gewehren geschossen, die mit einem Schuss bis zu 30 Enten töteten, die dann alle von den Hunden eingesammelt werden mussten, egal bei welchem Wetter. Um auf die Neufundländer zurück zu kommen: Zwischen Neufundland und England gab es einen regen Seehandel. Die Kapitäne der Schiffe verdienten sich mitunter mit dem Verkauf von Welpen, die sie von Neufundland nach England brachten, ein Zubrot. Der Legende nach, die immer wieder im Zusammenhang mit der Entstehung der Chessies zitiert wird, soll auf einer solchen Fahrt 1807 ein Schiff in Seenot geraten sein. Zwei Neufundland-Welpen sollen gerettet worden sein, ein Rüde namens Sailor und eine Hündin namens Canton. Beide wurden in verschiedene Regionen der Bucht verkauft. Es gibt keine Überlieferung darüber, dass sie verpaart worden sind. Die Entfernung ihrer Wohnorte macht es auch unwahrscheinlich. Über Sailor sind viele Äußerlichkeiten überliefert: rote Farbe, nicht groß, Fell kurz aber sehr dick und dicht, helle Augen und eine hoch getragene Rute. (Letzteres wurde wohl vergessen, in den Standard zu schreiben, aber mein Bruno weiß es besser. Er trägt sie manchmal vorbildlich hoch! )Canton dagegen soll schwarz gewesen sein und wurde berühmt für ihre legendären jagdlichen Fähigkeiten, die weit über die anderer Hunde hinausgingen. Sie soll in unglaublicher Weise verwundete Schwäne meilenweit auf dem Wasser verfolgt haben und sie unter härtesten Bedingungen gebracht haben. Unter den oben skizzierten Bedingungen der professionellen Jagd ist es gut vorstellbar, dass ein guter Hund einen hohen Wert hatte und daher optimale Voraussetzungen für eine reine Auslese nach Leistung herrschten, sozusagen eine wahrhafte jagdliche Leistungszucht begann. Dabei wurden offenbar Canton und Sailor mit den einheimischen Hunden verpaart. Übrigens findet man auch diese beiden Namen immer mal wieder bei Chessies. LG, Holger |
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#7 |
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& Maeve& Gwen
Registriert seit: 18.08.2006
Ort: Bochum
Beiträge: 4.809
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Liebe Grüße Patricia
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#8 | |
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Gast
Beiträge: n/a
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Zitat:
Der Hund des Siedlers in der Bucht musste längst nicht nur apportieren, sondern vielfältige andere Aufgaben meistern, z.b. auch Schlitten ziehen und eben auch auf Haus und Hof bzw. auf die Jagdbeute und das Boot aufpassen. Insofern wurde sicher "von Beginn an" auch auf Schutz- und Wacheigenschaften selektiert. Ich war aber auch noch gar nicht bei der Rasse angekommen. ![]() LG, Holger |
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#9 |
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Gast
Beiträge: n/a
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#10 | |
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& Maeve& Gwen
Registriert seit: 18.08.2006
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Beiträge: 4.809
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Zitat:
...ich hab auch eigentlich schon...nicht genug...aber ausreichend viele Hunde![]()
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Liebe Grüße Patricia
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| Schlagworte: chesapeake bay, chessie, dual purpose, fell, gundog, sedgegrass |
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